Tipp des Monats August: Benutzen Sie die Aktivform

„Der Vertragsentwurf, der durch uns angepasst worden ist, wird Ihnen voraussichtlich nächste Woche zugesandt.“

Betrachten wir uns diesen Satz: Er wirkt umständlich und kompliziert. Wir müssen diese Konstruktion erst einmal im Kopf sortieren: Wer macht hier eigentlich was mit wem?

Das ist typisch für Passivsätze. Mit einer Sache oder einer Person wird etwas gemacht. Früher nannte man das Passiv daher auch „Leide-“ oder „Leidensform“.

Wenn wir beim Unterscheiden sind: Beim Passiv differenzieren wir noch zwischen dem „Vorgangspassiv“ und dem „Zustandspassiv“.

Beim Vorgangspassiv können wir über den Akteur im Unklaren gelassen werden. Wir erfahren dann nur, dass etwas getan wird, doch nicht von wem. Das Verb „werden“ und seine Formen sind hierbei der Schlüssel, an dem wir diese Passivform erkennen.

Mit dem Zustandspassiv kann eine Handlung bezeichnen, die schon geschehen ist und bei der Akteur ebenfalls verborgen bleibt: „Der Drops ist gelutscht“.

Wie einfach und klar wirkt es dagegen, wenn wir den Satz vom Beginn in Aktivformulierung ausdrücken:

Wir haben den Vertragsentwurf angepasst. Wir schicken Ihnen den Entwurf voraussichtlich nächste Woche.

Vergessen Sie nicht: Ihr Text soll inhaltlich klar, sprachlich korrekt und angenehm zu lesen sein